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Betonwerk_Ruedersdorf

Betonmanufakturen in Rüdersdorf 

In der Nähe zu den Zementwerken entwickelten sich in Rüdersdorf und Hennickendorf mehrere Betonmanufakturen, die in kleinem Umfang Betonwaren für den alltäglichen Gebrauch herstellten.  

Otto Reimann gründete 1924 das Unternehmen ›Zementwaren und Edelputzwerk‹ und ließ in der heutigen Rudolf-Breitscheid-Straße 108 Brunnenringe, Treppenstufen und Gartenstühle aus Beton produzieren. Nach dem Krieg waren es aufgrund der herrschenden Zementknappheit und der zu beseitigenden Kriegsschäden nur noch Dachsteine.

Im Jahr 1925 pachtete das Unternehmen ›Betonwerk Moll & Lang‹ (ab 1939 ›Joseph Lang Betonwerk‹) vom Unternehmen ›C.O. Wegener‹ in der Tasdorfer Straße 2 in Rüdersdorf direkt neben dem Zementwerk ein Grundstück. In der hier errichteten Fabrik wurden patentierte Schornsteine und Fuchsanlagen hergestellt. Der Absatz stieg stetig an, auch, weil die Herstellung der Schornsteine als kriegswichtige Produktion eingestuft wurde. 1940 musste das Betonwerk in die Kaiserstraße zwangsumgesiedelt werden. Durch einen Bombeneinschlag am Ende des Zweiten Weltkriegs wurde das Unternehmen zerstört und nicht mehr aufgebaut. 

Sehen Sie sich das Logo vom Betonwerk Lang an.

Seit 1928 produzierte Wilhelm Wendt in der Berliner Straße 6 in Hennickendorf Dachsteine und Zement-Doppelfalz-Ziegel. Zudem bot die Firma Maurerarbeiten an. Aufgrund des Zementmangels musste die Kundschaft 1947 den Rohstoff für die Dachsteinherstellung selbst anliefern.

Nach dem Zweiten Weltkrieg stellte die ›Firma Demski und Strutzke Dachsteinfabrikation‹ in Rüdersdorf Dachsteine her. Ab 1946 in der Brückenstraße ansässig, waren hier fünf Personen, davon vier Frauen, angestellt. Die Firma stellte etwa 1500 Steine pro Tag her. 1950 wurde versucht, Hochofenschlacke aus der ›Maxhütte Unterwellenborn‹ für die Produktion zu verwenden. 

1943 siedelte sich das Betonwerk ›C.H. Crome‹ in der Berliner Straße 47 in Hennickendorf an. Auch hier wurden Dachzementsteine hergestellt. Karl Mennicken war mit C. H. Crome Eigentümer des Unternehmens. Im Herbst 1946 arbeiteten dort 10 Personen. 1948 wurde der Betrieb enteignet und bis 1951 als ›Dachziegel- und Betonwerk Hennickendorf‹ weitergeführt.


Concrete Manufacturers in Rüdersdorf

Due to the proximity to cement works in Rüdersdorf, several concrete manufacturers emerged in Rüdersdorf and Hennickendorf, producing concrete products on a small scale. In both places, concrete products necessary for everyday use were manufactured.

In 1924, Otto Reimann founded the company ›Zementwaren und Edelputzwerk‹ (Cement Products and Decorative Plaster). Located on Rudolf-Breitscheid-Straße 108, Reimann produced concrete well rings, stair steps, and garden chairs. After the war, due to the shortage of cement and the war-related damages, only roof tiles were produced.

In the year 1925, the company ›Betonwerk Moll & Lang‹ (called ›Joseph Lang Betonwerk‹ from 1939) leased a property from the company ›C.O. Wegener‹ at Tasdorfer Straße 2 in Rüdersdorf, directly next to the cement works. The ›Betonwerk Lang‹ produced patented chimneys and fox traps. The demand for these products steadily increased, also because the production of chimneys was classified as crucial for the war effort. In 1940, ›Betonwerk Lang‹ was forcibly relocated to Kaiserstraße. The company was destroyed by a bombing at the end of World War II and was not rebuilt.

See the logo of the concrete plant Lang.

Beginning in 1928, Wilhelm Wendt produced roof tiles and cement double-rank tiles at Berliner Straße 6 in Hennickendorf. Additionally, the company carried out masonry work. Due to a shortage of cement in 1947, customers had to supply their own, from which roof tiles were then manufactured.

After World War II, the company ›Demski and Strutzke Dachsteinfabrikation‹ produced roof tiles in Rüdersdorf. Located at Brückenstraße since 1946, the company employed five people, four of them women. The company produced around 1,500 tiles per day. In 1950, an attempt was made to use blast furnace slag from the ›Maxhütte Unterwellenborn‹ for production.

In 1943, ›Betonwerk C.H. Crome‹ settled in Berliner Straße 47 in Hennickendorf. The company produced cement tiles as well. Karl Mennicken was the owner of the company along with Mr. Crome. In the fall of 1946, ten people worked there. In 1948, the operation was expropriated and continued as ›Dachziegel- und Betonwerk Hennickendorf‹ until 1951.

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