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Historische Persönlichkeiten

Martin Andersen Nexö

26.06.1869 – 01.06.1954

Nexö

Martin Andersen war der erste große Vertreter der ab Beginn des 20. Jahrhunderts an Bedeutung gewinnenden Arbeiterliteratur. Er wurde als viertes Kind von elf Kindern eines Steinmetzes in Kopenhagener Arbeiterviertel Christianshavn geboren und lernte schon zeitig soziale Armut kennen. Seine Mutter hatte deutsche Vorfahren. 1877 siedelte die Familie auf die Insel Bornholm über und ließ sich dort in die Stadt Nexö nieder, deren Namen sich der junge Andersen dem eigenen Namen als Schriftsteller hinzufügte. In seiner Jugend übte er zahlreiche Tätigkeiten aus (u.a. Schäfer, Dienstmann), besuchte verschiedene Volkshochschulen, schrieb Zeitungsartikel, legte das Lehrerexamen ab und begann auch als Lehrer zu arbeiten. Ab 1901 war er als Journalist bzw. „freier Schriftsteller“ tätig und reiste mehrmals nach Deutschland. Nach dem deutschen Überfall auf Dänemark 1941 wurde er für 11 Wochen verhaftet. 1943-44 gelang ihm die Flucht über Schwedeni in die Sowjetunion. Ab 1951 lebte Martin Andersen Nexö mit seiner Familie in der DDR. 1954 starb er in Dresden und wurde am 05.06. 1954 in Kopenhagen beigesetz.1910 erschien sein vierbändiger Roman „Pelle der Eroberer“, der 1987 verfilmt wurde und 1988 die „Goldene Palme“ und den „Oscar“ für den besten ausländischen Film erhielt. 1954 begann in Rüdersdorf der Bau des Kulturhauses. Im gleichen Jahr starb Martin Andersen Nexö. Nach Fertigstellung in Jahre 1956 erhielt das Kulturhaus den Namen des dänischen Schriftstellers Nexö