Umwelt und Freiraum

Veränderungen der Landschaft

Um 1800 nahm der Kalksteinabbau größere Dimensionen an und veränderte mit Steinbrüchen und Abraumflächen das Landschaftsbild. Der Konflikt zwischen technischem Fortschritt und Verbrauch der Natur wurde augenscheinlich.
1855 begann die Bepflanzung der kahlen Halden mit Bäumen und Sträuchern, wofür extra ein Kunstgärtner beschäftigt wurde.
Gleichzeitig wurden Steinbrüche und Betriebsanlagen Ausflugsziel für tausende Berliner an den Wochenenden.

Grüne Kehle

Durch Umsiedlung wurde die Berganemone (Anemone silvestris) gerettet

In den 1970er Jahren wurden dem Bergbau in Rüdersdorf ganze Straßenzüge geopfert.
Nachdem Rüdersdorf bis 1990 der staubbelastetste Ort der DDR war ist heute davon nichts mehr zu spüren. Der Tagebau, der Museumspark und die umliegenden Grünzonen bieten Lebensraum für zahlreiche seltene Pflanzen und Tiere.
Ende der 1990er Jahre wurde die Tagebauentwicklung neu konzipiert. Im Zuge dessen wurde ein Nutzungsrahmen bis in das Jahr 2062 erstellt.

Tiere der Nacht

Fledermäuse nutzen die alten Industriebauten als Quartier

In den Rüdersdorfer Kalksteinbrüchen überwintern bis zu 12 der 17 in Brandenburg bekannten Fledermausarten. Sie stehen alle auf der Roten Liste der extrem gefährdeten Tiere.
Seit 70 Jahren werden die in Rüdersdorf überwinternden Fledermäuse wissenschaftlich erforscht. Prof. Dr. Martin Eisentraut führte während seiner Arbeit über das Verhalten der Fledermäuse in Rüdersdorf die Flügelberingung dieser Tiere ein.

 
Museumspark